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Über zwölf Stunden haben die Verhandlungen im Kanzleramt Berichten zufolge gedauert, und das Ergebnis spricht Bände: Durchgesetzt haben sich diejenigen, die nicht mit am Tisch saßen, namentlich die vier großen deutschen Energiekonzerne. Sie dürfen ihre alten, aber gewinnträchtigen Atomkraftwerke durchschnittlich zwölf Jahre länger am Netz lassen. Das spült Milliardengewinne in die Taschen von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall, spart aber kein einziges Gramm CO2 ein und verhindert zudem einen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Das mit verlängerten Laufzeiten verbundene Risiko wird von schwarz-gelb billigend in Kauf genommen, Konzerninteressen werden über die Sicherheit der Bevölkerung gestellt! Wirklich sicher ist nur: Die neu erstarkte Anti-Atomkraft-Bewegung wird sich eine solche Regierungspolitik gegen den Bevölkerungswillen nicht gefallen lassen. Der Kniefall der Kanzlerin vor der Atomlobby lässt einen heißen Herbst erwarten.