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"Auch ein Ort politischer Debatte am Puls der Zeit"
Frau Göring-Eckardt, gehen Sie als Präses der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) oder als Vizepräsidenten des Bundestags zum Deutschen Katholikentag nach Mannheim?
Göring-Eckardt: Kirchentage und Katholikentage sind immer große Familientreffen der Christenmenschen. Und sie sind zugleich Orte von politischer und gesellschaftlicher Debatte ganz am Puls der Zeit. Zuerst gehe ich als Person hin. Ich halte eine Bibelarbeit, auf die ich mich sehr freue. Da ist die Einladung sicher eher an die Kirchenfrau gegangen. Aber es gibt eine Diskussion, in der es um die Frage von Demokratie und Beteiligung geht, und das ist natürlich spannend für die Politikerin.
Sind die Katholischen Kirchentage hilfreich für die Ökumene?
Göring-Eckardt: Das haben wir in der Vergangenheit gemerkt, wie gut wir als Deutscher Evangelischer Kirchentag mit dem Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) zusammenarbeiten – eine wunderbare Selbstverständlichkeit. Als Laienbewegungen können wir viel gemeinsam voranbringen. Das werden wir auch wieder in Mannheim sehen.
Was ist der Unterschied zwischen der römisch-katholischen Laienbewegung und der Amtskirche?
Göring-Eckardt: In der Laienbewegung gibt es eine große Offenheit für das ökumenische Anliegen. Da wird vieles vordiskutiert, das dann in der Amtskirche eingebracht wird.
Kann die Laienbewegung Veränderungen in Gang setzen?
Göring-Eckardt: Das hat sie bereits. Und ich bin sehr froh, dass wir in beiden Kirchen große Laienbewegungen haben.
Welche Impulse erwarten Sie sich?
Göring-Eckardt: Ich erwarte, dass die Menschen etwas von der Freundlichkeit Gottes erfahren. Und ich erhoffe, dass wir bei den großen politischen Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung auch Akzente sehen.
Können auch Nicht-Christen etwas mitnehmen?
Göring-Eckardt: Ich gehe davon aus, dass diese Christentreffen ausstrahlen können auf die, die bisher nichts damit anfangen konnten. Das haben wir beim Kirchentag vergangenes Jahr in Dresden gemerkt.











