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13. April 2012
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Barrierefreies Dingelstädt – altersgerechte Stadtentwicklung?

Diese Frage stellten sich Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt und der Grüne Bürgermeisterkandidat für die Kleinstadt im Landkreis Eichsfeld Michael Hoffmeier und unterzogen die Gehwege vor Ort einem Praxistest. Ausgerüstet mit Rollator, Rollstuhl, Fahrrädern und Kinderwagen wurden die in den letzten Jahren stattgefunden baulichen Veränderungen sowie der Zugang zu zentralen Orten der Stadt überprüft. Bei dem anschließenden Gespräch mit Bürgermeister Arno Metz (CDU) berichteten die Grünen-Politiker von ihren Eindrücken.

Fazit: In den letzten Jahren habe sich bereits vieles in Richtung altergerechte und barrierefreie Stadt entwickelt. Dennoch sei eine weitere barrierearme Stadtentwicklung notwendig, um für die zukünftigen demografischen Herausforderungen gewappnet zu sein und die Attraktivität der Stadt zu erhalten. Schon heute befinden sich über ein Vierteil der Einwohner im Alter von über 65 Jahre, erklärte der amtierende Bürgermeister hierzu.

Die Bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete bemerkte in diesem Zusammenhang, auch Bundesförderinstrumente wie die Städtebauförderung müssten unter den demografischen Entwicklungen eine Neuausrichtung erfahren. Eine altersgerechte Stadtentwicklung könne statt als Bedrohung vielmehr als Chance und generationsübergreifenden Gewinn verstanden werden. Denn hiervon profitierten nicht nur der steigende Anteil älterer Menschen, sondern auch Menschen mit Behinderungen und junge Familien.