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Betreuungsgeld schafft keine Wahlfreiheit!
Mit einer Umfrage unter den Alleinerziehenden im Landkreis Gotha startete das Gothaer Forum für Alleinerziehende seine Arbeit. Deutlich wurde dabei unter den insgesamt 115 Befragten, dass familienfreundliche Arbeitsplätze und eine flexible Kinderbetreuung die wichtigsten Voraussetzungen für Alleinerziehende und deren Kinder bilden.
Der Landkreis und die Stadt Gotha zählen rund 6.000 Alleinerziehende, welche sich laut der Befragung nicht selten bei der Arbeitssuche benachteiligt fühlen. Deshalb versucht das aus dem ESF-Bundesprogramm "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende" geförderte Projekt in Trägerschaft der Eichenbaum GmbH, für die Bedürfnisse und Nöte Alleinerziehender zu sensibilisieren und diese untereinander besser zu vernetzen. Erreicht werden soll die durch Aktionstage und eine spezielle Internetseite für Alleinerziehende im Landkreis, erreichbar unter www.alleinerziehend-in-gotha.de
Bei einer anschließenden Aktion gegen das Betreuungsgeld auf dem Gothaer Neumarkt mit Landessprecherin Babette Pfefferlein warf Katrin Göring-Eckardt die für das Betreuungsgeld notwendigen Mittel in Höhe von 1,2 Mrd. Euro jährlich symbolisch auf die Straße.
Denn ein Betreuungsgeld nach "Thüringer Vorbild" schafft gerade keine Wahlfreiheit und setzt falsche Anreize gerade für jene Familien, die auf eine dauerhafte Beschäftigung angewiesen sind und deren Kindern durch ein solche Leistung frühkindliche Förderangebote verwehrt bleiben. Stattdessen sollte sinnvoll in den Ausbau und die Qualität frühkindlicher Bildung investiert werden. Das sieht auch die Mehrheit der Bevölkerung so: 80 Prozent der Befragten in einer Emnid-Umfrage, sagten, dass das Geld besser in Kitas investiert werden sollte.













