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11. November 2012
Aktuelles, Urwahl

"Es geht um die Frage: Grün oder Merkel?"

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin, die Grünen-Doppelspitze für die Bundestagswahl 2013, im Interview mit der BamS

 

Frau Göring-Eckardt, Herr Trittin, hat bei der Urwahl Ihr Wunschpartner gewonnen?

Katrin Göring-Eckardt: Es haben die Kandidaten der Basis gewonnen. Ich freue mich, dass es so gekommen ist.

Jürgen Trittin: Ich wusste: Wer immer gewählt wird, es wird gut. So ist es jetzt.

 

Damit Rot-Grün eine Mehrheit bekommen kann, müssen die Grünen noch einmal ordentlich zulegen. Trauen Sie sich ein Ergebnis von mindestens 15 Prozent zu?

Göring-Eckardt: Wir trauen uns zu, kräftig zuzulegen. Sonst wären wir nicht angetreten.

Trittin: Nur wenn wir das grüne Wahlergebnis von 2009 um einige Prozentpunkte steigern, wird die Regierung Merkel abgelöst. Es geht bei der Wahl um die Frage: Grün oder Merkel??
 


Werden Sie Merkel persönlich attackieren?

Trittin: Wir werden Frau Merkel nicht als Person angreifen, aber wir werden im Wahlkampf das Versagen der Regierung Merkel hart anprangern.
 

Nutzt es den Grünen, dass Sie als gemischtes Doppel Mann und Frau, Ost und West repräsentieren?

Göring-Eckardt: Als Ostdeutsche weiß ich, dass sich viele Menschen dort gerne mit Ostdeutschen identifizieren. Meine Wahl zur Spitzenkandidatin wird den Grünen beim Wahlergebnis im Osten helfen.

Trittin: Hier in Berlin lebt Katrin im Westteil, ich in Pankow. Wir ergänzen uns eben.
 


Ist der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auch der Kandidat der Grünen?

Trittin: Wer Kanzlerkandidat wird, ist eine Entscheidung, die die SPD bei ihrem Parteitag im Dezember zu treffen hat. Und die Angriffe von CDU und FDP gegen Steinbrück sind pure Heuchelei – denn gleichzeitig verhindern genau dieselben Parteien wirksame Maßnahmen für mehr Transparenz und weigern sich, eine UN-Konvention gegen politische Korruption umzusetzen.

Göring-Eckardt: Die politische Auseinandersetzung findet mit Frau Merkel statt. Wir werden uns nicht an der Kanzlerkandidatenentscheidung der SPD abarbeiten.

 

Wenn es für Rot-Grün nicht reicht, werden die Grünen dann mit der Union sprechen, ob es nicht doch genügend Gemeinsamkeiten für eine Koalition gibt?

Trittin: Wir Grünen sprechen immer mit allen. Aber ich sehe nicht, wie wir mit Union und FDP zu einer Regierungsbildung kommen könnten. Eine offene Gesellschaft geht nicht mit einer CSU, die eine unerträgliche Hetze gegen Roma betreibt. Und eine gerechte Gesellschaft geht nicht mit der FDP, die nur ihre Klientel bedienen will.

Göring-Eckardt: Ich sehe bei der Merkel-CDU keine genügende Übereinstimmung. Frau Merkel hat gerade das Betreuungsgeld durchgesetzt, statt für genügend Kitaplätze zu sorgen.

 

Parteichefin Claudia Roth ist mit mageren 26 Prozent die große Verliererin der Urwahl. Wünschen Sie sich, dass Frau Roth beim Parteitag nächstes Wochenende trotzdem wieder als Vorsitzende antritt?

Göring-Eckardt: Ich wünsche mir, dass Claudia Roth ein gutes Ergebnis beim Parteitag bekommt.

Trittin: Einigkeit macht stark.