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„Ethische Grenzen des Wirtschaftens“
Der Grüne Kreisverband Barnim in Brandenburg hat am Mittwoch, den 28. März zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „ethische Grenzen des Wachstums“ geladen. Neben dem Bankier Christian Maria Kreuser, dem Ethik-Professor Karsten Laudien und Thomas Nieber von der IG BCE war auch Bundestagsvizepräsidentin als Referentin und Diskutantin geladen. Moderiert wurde der Abend vom Barnimer KV-Vorsitzenden Stefan Böhmer und Vorstands-Beisitzer Thomas Dyhr.
Zahlreiche Gäste aus der Region versammelten sich im Rathaus von Ahrensfelde, um der Diskussion zu folgen und sich auch selber mit einzubringen. Hintergrund bildetet die aktuelle Eurokrise, und die abgeleitete These, dass in weiten Teilen der Wirtschaft ein rapider Werteverfall Einzug gehalten habe. Die Leitfragen dieses Abends lauteten daher: zählt rücksichtslose Gewinnmaximierung mehr als das Gemeinwohl? Werden der Allgemeinheit von der Wirtschaft durch das Eingehen von Risiken zu Lasten Dritter untragbare Lasten aufgebürdet, und was kann die Politik dem entgegensetzen? Ist eine Änderung dieser nicht nachhaltigen Art des Wirtschaftens überhaupt vorstellbar? Und Welche Möglichkeiten der Einsicht und Umkehr sind denk- und umsetzbar?
Katrin Göring-Eckardt dazu: „Ethische Grenzen des Wirtschaftens setzen sich nicht von allein, sie müssen von der Politik festgelegt werden. Neben Gesetzen gehören dazu aber auch Information und Transparenz als Anreiz für die Unternehmen, positives Verhalten sichtbar machen zu können. Verbraucherinnen und Verbraucher wollen wissen, welche Herstellungs- und Vertriebsweise hinter dem Produkt stecken, das sie kaufen. Sie wollen keine Finanzprodukte, die in Rüstungsgüter oder Atomkraft investieren, und keine Handys, an deren Platinen Blut klebt. Wer über ethische Grenzen des Wirtschaftens sprechen will, kommt nicht umhin, das Paradigma des ewig notwendigen Wirtschaftswachstums und dessen Ausrichtung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu hinterfragen. Wachstum ist kein Garant für ein „gutes“ Wirtschaften und sagt nichts darüber aus, wie lebenswert die Gesellschaft ist, in der wir leben – und darum geht es doch schlussendlich.“













