Banner um den Newsletter zu bestellen
Green New Deal
Rio+20
Grün macht gesünder
Fröhlich vegetarisch! Rezepte und mehr
Katrin Göring-Eckardt auf facebook
Klima sucht Schutz
9. Januar 2012
Aktuelles, Bildung & Soziales

Familienreport 2011 – Schwarz-Gelb muss antiquierte Familienpolitik aufgeben

Zur heutigen Vorstellung des Familienreports 2011 durch Familienministerin Kristina Schröder erklärt die Thüringer Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN):

„Der aktuelle Familienreport unterstreicht eine längst bekannte Tatsache: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss verbessert werden. Nur ein Fünftel der Befragten ist mit der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben in Deutschland zufrieden. Gute und ausreichend vorhandene Betreuungsangebote sind ein doppelter Gewinn, denn sie fördern nicht nur Bildung und Integration, sondern auch die Einkommensbasis der Eltern. Davon profitiert die ganze Familie!. Auch darauf weist der Familienreport 2011 deutlich hin“, so Göring-Eckardt zu den Ergebnissen des Reports.  

„Deutlich sichtbar wird aber auch, wie verstaubt die familienpolitischen Konzepte der Bundesregierung sind. Hier fehlt es schwarz-gelb an Weitsicht und klarem Blick auf deutschlandweite Unterschiede. In Ostdeutschland kommen rund 61 Prozent der Neugeborenen in unverheirateten Familien zur Welt. Kinder müssen im Fokus der Familienförderung stehen. Trotzdem weigert sich Schwarz-Gelb noch immer, eine Abschmelzung des Ehegattensplittings vorzunehmen. Dabei würde dies finanzielle Mittel frei machen, welche zur Finanzierung von Bildung und Betreuung sowie einer Kindergrundsicherung eingesetzt werden könnte. Der unverändert hohe Anteil der von Armut betroffenen Kinder, allein in Thüringen jedes Vierte Kind, fordert ein konsequentes Handeln. Der Verweis auf das „Bürokratiemonster“ Bildungspaket oder den schleppenden Kita-Ausbau ist da zu wenig“, führt die Bundestagsabgeordnete fort.
 
“Kristina Schröders Familienreport 2011 zeigt nicht zuletzt: Die schwarz-gelbe Koalition muss endlich einen Schlussstrich um die Debatten über die Einführung eines Betreuungsgeldes ziehen. Denn die staatlich geförderte Unterstützung antiquierter Familienmodelle ist kontraproduktiv. Kluge Köpfe und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nur mit einem konsequenten Ausbau der Betreuungsinfrastruktur zu haben. Die bis zu 2,4 Milliarden Euro, welche das Bundesbetreuungsgeld verschlingen würde, wären hierfür eine sinnvolle Investition“, fordert die Grünen-Politikerin abschließend.