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Für Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt – gegen rechten Terror in Deutschland
Wir trauern um Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Yunus Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.
Sie mussten sterben, weil sie dem Feindbild entsprachen, das Rechtsextreme von Menschen haben, die nicht ihrer Gesinnung oder ihrem Menschenbild entsprechen.
Wir sind beschämt, dass unser Staat ihnen keinen Schutz vor diesen terroristischen Verbrechen geboten hat. Wir fordern, die Morde vollständig aufzuklären und die Rolle deutscher Sicherheitsbehörden schonungslos offenzulegen. Das sind wir den Opfern, ihren Familien und Freunden schuldig. Es braucht eine Geste des Staates, die deutlich macht, dass wir alle die Trauer dieser Menschen teilen und sie nicht alleine sind.
Wir stehen ein für ein Deutschland, in dem alle ohne Angst verschieden sein können und sich sicher fühlen. Ein Land, in dem Freiheit und Respekt, Vielfalt und Weltoffenheit lebendig sind. Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht es in unserem Grundgesetz.
Rechtsextremismus und rechter Terror richten sich auch gegen unsere freie und friedliche Gesellschaft. Wir alle sind gefordert zu handeln – überall dort, wo Rechtsextreme versuchen, gesellschaftlichen Boden zu gewinnen. Wir müssen nicht nur Einzeltäter, sondern die Netzwerke und Strukturen des Rechtsextremismus in den Blick nehmen.
Es gilt, aus den Anschlägen und Angriffen von Solingen, Mölln, Hoyerswerda und Rostock sowie den weit über 150 Todesopfern rechtsextremer und rassistischer Gewalt endlich die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der Kampf gegen Rechtsextremismus muss wieder zu einer zentralen Aufgabe aller demokratischen Kräfte werden. Es geht hier um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Rechtsextreme, Rassisten und verfassungsfeindliche Parteien haben in unserem demokratischen Deutschland keinen Platz.
Nie wieder rechter Terror in Deutschland!
Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:
Fatih Akin, Regisseur
Feo Aladag, Regisseurin
Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Klaus J. Baade, Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration
Kurt Beck, Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
Iris Berben, Schauspielerin
Senta Berger, Schauspielerin
Jens Böhrnsen, Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen
Frank Bsirske, Vorsitzender ver.di
Renan Demirkan, Schriftstellerin und Schauspielerin
Karamba Diaby, Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates
Werner Dreibus Bundesgeschäftsführer der LINKEN
Dagmar Enkelmann, stellv. Fraktionsvorsitzende die LINKEN
Klaus Ernst, Vorsitzender der LINKEN
Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD
Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland
Günter Grass, Literatur-Nobelpreisträger
Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der LINKEN
Klaas Heufer-Umlauf, Moderator
Berthold Huber, Vorsitzender IG Metall
Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung
Navid Kermani, Schriftsteller und Orientalist
Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland
Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalen
Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg
Renate Künast, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
Caren Lay, Bundesgeschäftsführerin der LINKEN
Gesine Lötzsch, Vorsitzende der LINKEN
Peter Maffay, Musiker
Adnan Maral, Schauspieler
Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland
Jürgen Miksch, Vorsitzender des Interkulturellen Rates in Deutschland
Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG
Sophia Oppermann, Geschäftsführerin von Gesicht zeigen!
Thomas Oppermann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion
Cem Özdemir, Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Yüksel Pazarkaya, Schriftsteller
Matthias Platzeck, Ministerpräsident Brandenburg
Edzard Reuter, ehem. Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG Claudia Roth, Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
Martin Schulz, Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament
Erwin Sellering, Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommern
Zafer Şenocak, Schriftsteller
Tilman Spengler, Schriftsteller
Michael Sommer, Vorsitzender des DGB
Christian Staffa, Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Jasmin Tabatabai, Schauspielerin
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW
Ali Ertan Toprak, stellv. Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde in Deutschland
Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Sinem Turaç, DFB-Integrationsbotschafterin
Haci-Halil Uslucan, Direktor des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung
Michael Vassiliadis, Vorsitzender IG BCE
Michael Verhoeven, Regisseur
Rebecca Weiss, Geschäftsführerin von Gesicht zeigen!
Klaus Wowereit, stellv. Vorsitzender der SPD










