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19. Januar 2012
Pressemitteilungen, Altersarmut

Grüner Dialog Altersarmut: Umfassende Bekämpfung der Altersarmut statt Armutsbekämpfung für Auserwählte!

Zu dem am gestrigen Mittwoch, dem 18. Januar 2012 stattgefunden Grünen Dialog Altersarmut im Deutschen Bundestag erklärt Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen):

„Altersarmut ist schon heute ein Problem und nimmt zukünftig erheblich zu. Der nun initiierte Regierungsdialog Rente greift viel zu kurz und nimmt sich der Lösung bestimmter Probleme gar nicht an. Deswegen haben wir einen Grünen Dialog Altersarmut initiiert. Das Treffen mit Verbänden hat klar gezeigt: Es gibt erheblichen Nachbesserungsbedarf bei den Vorschlägen der Bundesregierung. Die Zuschussrente hilft nur Wenigen, aber gerade nicht denjenigen, die am stärksten von Armut bedroht sind. Das ist Armutsbekämpfung für Auserwählte. Vollständig fehlen Themen wie die Vereinsamung älterer Menschen, schlechte Wohnsituation, mangelhafte medizinische Versorgung sowie die hiermit verbundenen Beschränkungen bei Ernährung, Gesundheit und Mobilität. Prävention taucht nicht einmal als Stichwort auf“, kritisiert Göring-Eckardt die Initiative der Bundesregierung. 

Bündnis 90/Die Grünen verfolgen dagegen einen umfassenden Ansatz zur Bekämpfung der Altersarmut in engem Kontakt mit Kommunal- und Sozialverbänden und Gewerkschaften.

„Der prognostizierte deutliche Anstieg der Altersarmut muss nachhaltig bekämpft werden, gerade in Thüringen, welches als ostdeutsches Bundesland ein besonders hohes Altersarmutsrisiko aufweist. Dabei müssen präventive Maßnahmen zur besserten Absicherung in der Rentenversicherung im Lebensverlauf und nachgelagerte Maßnahmen in Form der Grünen Garantierente ineinander greifen. Neben diesen Maßnahmen brauchen wir einen multidimensionalen Ansatz mit Strategien für Prävention und der tatsächlichen Bekämpfung der Altersarmut für die besonders betroffenen Gruppen wie Frauen, Langzeitarbeitslose, Menschen mit niedrigen Einkommen, Soloselbständige, Migranten, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung“, schließt die Thüringer Bundestagsabgeordnete.